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Chronik

Ende der 1970er-, Anfang der 1980er-Jahre - die etablierten Bärstadter Vereine (Gemischter Chor Frohsinn, 1886 als MGV Germania gegründet; der Turnverein, 1893 gegründet; die Freiwillige Feuerwehr von 1924 oder der 1966 gegründete Schützenverein) - machen deutlich: weit und breit keine Anzeichen von Fußball.

Auch am fehlenden Sportgelände liegt es, dass etliche junge Kicker schon seit einiger Zeit in Nachbargemeinden (z.B. Hausen v. d. H., Langenseifen, Bad Schwalbach) in den dortigen Vereinen ihren Sport ausüben.

 

In Bärstadt sieht man hin und wieder ein paar Unentwegte, die in heimischen Vorgärten, auf Wiesen oder Straßen dem Ball nachjagen; zu Beginn der 1980er-Jahre sind es schon so viele, dass man daran denkt, mal als Mannschaft aufzutreten, endlich „richtig zu spielen“.

Freundschaftsspiele werden verabredet, vorzugsweise auf dem Sportplatz in Langenseifen, den der dortige Sportverein dankenswerterweise zur Verfügung stellt; die „Lochmühle“ ist einer der ersten Gegner.

 

 

Der Spielausgang ist meist zweitrangig - Hauptsache, man trifft sich anschließend beim „Appel“ im Schwalbacher Hof in Wambach. Dort findet sich, besonders donnerstags, außer Wambachern noch halb Bärstadt ein, und dort ist es auch, wo die Idee aufkommt, einen Verein zu gründen - die Schoppemannschaft Bärstadt ist geboren! Laut Satzung ist es der 4. September 1983 - ein Sonntag.

Einen regelrechten Vorstand gibt es noch nicht - einer kümmert sich um Spielgegner und -termine, andere machen nützliche Vorschläge zu anderen Themen, etwa wer zu den Spielen fährt - schließlich sind 14- und 15-jährige dabei, die noch keinen Führerschein haben.

 

Die nächste Zeit ist von Freundschaftsspielen und einigen Turnierteilnahmen geprägt, oft unterstützt von zahlreichen Zuschauern, wie beispielsweise der Wettkampf 1984 gegen den Schützenverein, bestehend aus Fußball und Schießen.

1985 - das „lokale“ Geschehen wird immer mehr nach Bärstadt verlagert; im Lindenhof werden Spielanalysen erstellt, es wird gefachsimpelt und der Durst gelöscht, und es wird längst in „Lindenhof“-Trikots gespielt, die man schon vor einiger Zeit gegen die Jägermeister-Trikots eingetauscht hat.

 

 

Die Mitgliederzahl nimmt stetig zu, auch die der passiven. Die anfangs recht spärlichen Finanzen werden organisierter verwaltet, und bald können auch größere Ausflüge unternommen werden, so nach Pforzheim oder nach Reckendorf bei Bamberg.

Auf der Mitgliederversammlung 1986 im Feuerwehrgerätehaus wird Eberhard Kowalski zum Vorsitzenden gewählt; eine zukunftsweisende Entscheidung, wie sich noch zeigen wird.

 

Von allen Turnieren, bei denen die Freizeitkicker aus Bärstadt zu Gast sind, bleibt natürlich das legendäre Kleinfeldturnier im Wispertal in bester Erinnerung - 1987 beginnt die Ära Ramschied. Von der dortigen Schoppenelf auf dem idyllisch gelegenen Rasenplatz hervorragend organisiert, können die Bärstadter gleich bei der ersten Teilnahme den Pokal mitnehmen - vorerst nur als Leihgabe. Dabei beginnt es nicht sehr verheißungsvoll: die erste Partie geht auf regennassem Rasen verloren. Dann jedoch startet die Mannschaft, unterstützt von halb Bärstadt, eine Serie ungeschlagener Spiele in Ramschied, die erst 1991 endet. Vier Pokalsiege bis 1990, anschließend noch mehrere Teilnahmen - die Erfolge lassen nach, ebenso wie die allgemeine Begeisterung für solche Freizeitturniere, auch abzulesen an der Zahl der mitreisenden Fans.

 

Die Vereinsstrukturen nehmen straffere Formen an; regelmäßige Vorstandssitzungen finden statt, jeder im Vorstand hat seine Aufgaben, was sich auch in den zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen (neben den Fußballspielen) 1988 widerspiegelt: Im März Preisskat, im Juli ein Grillfest, im September die Teilnahme am DB-Supercup, dem größten Fußballturnier für Hobby- und Freizeitteams (leider ist nach der Vorrunde Schluss), im November ein Spiel „Ü30“ gegen „U30“ - die Getränkewetten hierzu sind auch ein Thema im darauf folgenden Jahr - sowie eine Jahresabschlussfeier.

 

 

Auch das Jahr 1989 ist wieder vollgepackt mit Aktivitäten. Preisskat, Ausrichtung eines Kleinfeldturniers auf dem Langenseifener Sportplatz, und dann die Titelverteidigung in Ramschied: Finalsieg gegen Hausen, der Wanderpokal gehört uns (Die Getränkewetten auf einen Sieg beliefen sich auf stolze 1220 Liter)!

Im Oktober eine zweitägige Bildersuchfahrt nach Höhn im Westerwald - eine logistische Herausforderung -, ja, und eine weitere Ära beginnt 1989: erstmalig richtet der Verein das Lindenfest aus (15./16. Juli 1989).

 

Seit dem Amtsantritt von Eberhard Kowalski hat sich die Mitgliederzahl Ende des Jahres fast verdreifacht. Der Verein wird größer, hat Einnahmen, und das erfordert auch ein Umdenken; steuerliche Vorteile und beschränkte Haftung sind einige der Gründe, um die Gemeinnützigkeit und „e.V“ zu beantragen - am 19. Januar 1990 wird dies auf der Jahreshauptversammlung beschlossen. Im Juni ist es dann soweit: Beim Landessportbund und im Vereinsregister ist der Verein nunmehr eingetragen, hat eine Satzung und ist rechtsfähig; FC Bärstadt ist sein neuer Name.

Weitere Höhepunkte in diesem Jahr: Im Februar Teilnahme am Europapokal für Freizeitmannschaften mit einem Sieg in Münstermaifeld (danach leider das Aus), Sieg in Ramschied, Lindenfest, WM-Siegesfeier im ehemaligen „Vereinsheim“ Nelkenstraße; außerdem hilft der Verein im Wald bei Aufräumarbeiten, die durch die Sturmschäden notwendig werden.

In diese Zeit fällt auch der erste Ausflug des erweiterten Vorstands nach Düns/Vorarlberg; dort wird gewandert und ausgespannt. Der Ausflug findet seither alle zwei Jahre statt.

 

 

Die Jahreshauptversammlung vom 18. Januar 1991 bringt wieder einen Wendepunkt, aber auch eine logische Fortführung im sportlichen Bereich: 28 Spieler aus Bärstadt und Wambach wollen endlich für ihre Heimatgemeinde kicken, am regelmäßigen Spielbetrieb teilnehmen - die SG Wambach/Bärstadt wird aus der Taufe gehoben. Die beiden Stammvereine bleiben natürlich weiter bestehen. Die Freizeitkicker stecken da naturgemäß zurück; sie haben weiterhin montags ihre Trainings- und Spieleinheiten. Aus diesen Sportlern, ergänzt durch einige „Aktive“, die das AH-Alter schon erreicht haben, entwickelt sich dann bald das erste Alt-Herren-Team.

 

Die SG Wambach/Bärstadt spielt ab August 1991 in der B-Liga um Punkte mit. Das erste Pflichtspiel wird gleich 1:5 verloren. Der erste Punktgewinn lässt etwas auf sich warten; er wird aber dann auch gebührend gefeiert. Jahr für Jahr geht es etwas bergauf, und 2000 wird unter Trainer Rüdiger Köster der Aufstieg geschafft, das Reserveteam holt sich gleichzeitig die Meisterschaft.

Seit 2006 wieder in der B-Liga, spielen heute mehr Bärstadter als je zuvor in den beiden Aktiventeams - umso verwunderlicher, dass kaum noch Zuschauer aus unserem Ortsteil den Weg zum Sportgelände finden!

 

Doch zurück zur FC-Historie: Weiterhin gibt es, als Gegenpol zum Fußballalltag, Veranstaltungen wie Preisskat, Bildersuchfahrt oder Jahresabschlussfeier. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit Herrn Matthias Dams beginnt - und hat sich bis heute bewährt.

Freizeitturniere wie das in Ramschied gibt es nur noch vereinzelt, und der FC nimmt nach wie vor daran teil, so auch 1992. Doch immer weniger Zuschauer begleiten die Mannschaften, und manche Teams bringen statt ihrer Fans ihre eigenen Getränke mit - der Anfang vom Ende solcher Turniere.

 

Die Jugendabteilung nimmt ihre Arbeit auf, erster Jugendleiter wird Detlef Koschinsky; und dann steht am 23. Februar 1992 erstmals der „Kreppelkaffee“, von den Schützenfrauen übernommen, auf dem Programm. In diesem Jahr fungiert der Verein auch als Mitveranstalter der Kerb, außerdem findet die erste gemeinsame Jahresabschlussfeier mit der SG Wambach/Bärstadt statt.

 

Ist beim Kreppelkaffee 1992 noch ein „geborgtes“ Männerballett zu sehen, gibt es 1993 schon ein „vereinseigenes“, das in wechselnder Besetzung noch heute aktiv ist. Ein weiterer Glücksfall für den Verein, dass Andrea Meyer (geb. Mehnert), die Trainerin der erfolgreichen Tanzformation „Mirage“, sich auch der Männer annimmt und diese in Form zu bringen versucht. Seit vielen Jahren nennt sich diese Männertruppe „Die Roten Dosen“ und tritt auch häufig bei Sitzungen befreundeter Vereine auf. In diesem Jahr wird außerdem das 10-jährige Jubiläum im Rahmen eines Turniers und mit Ehrungen der Gründer begangen.

 

 

Seit 1994 heißt die Fastnachtssitzung „Ein Bürgerhaus voller Narren“ und findet am Samstagabend statt; der Nachmittag ist meist den Kindern vorbehalten.

Die Fußballer sind vollauf in ihrer Liga beschäftigt, die „Montagskicker“ tragen hin und wieder Freundschaftsspiele aus, die Freizeitturniere verschwinden fast völlig von der Bildfläche - bis auf Fischbach, dort wird noch jedes Jahr gespielt.

 

Die einzigen Höhepunkte sind in diesen Jahren das Lindenfest und die Fastnachtssitzung, manchmal ergänzt durch einen Preisskat oder ein Grillfest sowie 1996 die Teilnahme am Challenge Day.

 

Der Schlappekicker, ein Mitteilungsblatt nicht nur für die Spielgemeinschaft, wird 1996 von Hans Jung begonnen und seit 1998 von Hubert Klüber fortgeführt; neben Berichten aus dem SG-Geschehen veröffentlicht diese Zeitung auch Wissenswertes für die FC-Mitglieder. Der Schlappekicker liegt in Gasthäusern und Geschäften aus und ist im gesamten Rheingau-Taunus-Kreis eine etablierte und gern gelesene Lektüre.

 

Das sportlich bisher erfolgreichste Jahr für den Verein wird 1997: Die E-Jugend von Trainer Joachim Groß und Co-Trainer Eike v. Seemen zeigt, dass auch ein kleiner Verein mal den etablierten wie dem SV Wehen das Nachsehen geben kann – Kreispokalsieg sowie in der Halle Kreismeister!

Ausflugsziele sind in diesem Jahr Bremm an der Mosel sowie Erbach im Odenwald mit der Besichtigung der dortigen Brauerei.

 

 

Mit großen Schritten geht es auf die Jahrtausendwende zu. 1999 gibt es ein Oktoberfest, und 2000 wieder eine Weg weisende Jahreshauptversammlung: Eberhard Kowalski, der so viel für den Verein getan hat, muss aus beruflichen Gründen zurückstecken und legt sein Amt nieder - Thomas Deisel ist der neue 1. Vorsitzende!

Auf derselben Veranstaltung wird „Ebi“ unter anhaltendem Beifall zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

 

Der neue Vorstand ist größtenteils schon jahrelang im Amt und bis heute in diesem Gremium aktiv - ein deutliches Zeichen von Kontinuität.

Die 1. Mannschaft steigt auf, das Reserveteam wird Meister; im Bürgerhaus wird gerockt: mit „LH Special“ geht die Post ab. 2002 und 2007 sind sie nochmals zu Gast.

 

2001 findet wieder ein Oktoberfest und 2002 ein Kellnerball statt. Das 20-jährige Bestehen feiert der Verein 2003 im Bürgerhaus. In diesem Jahr wird auch die Gründung einer Rad-Abteilung beschlossen; seit Januar 2004 ist der FC Mitglied im Hessischen Radsportverband.

Im Jahre 2004 steigt auch das „große“ Lindenfest - der Arbeitskreis Dorferneuerung hat die Idee, mit allen Vereinen, mit vielen Verkaufsständen und einer Gewerbeschau die Einweihung des neu gestalteten Lindenplatzes zu feiern.

 

 

Nach einem ereignislosen Jahr folgt 2006 sportlich leider der Abstieg in die B-Liga. Erfreulicherweise gibt es aber wieder einen Ausflug: Zusammen mit dem Gemischten Chor besuchen wir Bad Sobernheim – ein gelungener und harmonischer Tag für Jung und Alt.

 

Im Jahre 2007 wirft die 25-Jahr-Feier schon ihre Schatten voraus; erste Vorbereitungen beginnen, erste Arbeitsgruppen werden gebildet.

Juni 2008 - unser vorrangiges Anliegen, die Jugend an den Fußballsport und den dazugehörigen Mannschafts- und Fairnessgedanken heranzuführen, ist offensichtlich in die richtigen Bahnen gelenkt. Im September schließlich feierten wir mit Mitgliedern und Freunden des FC eine ganze Woche lang das 25-jährige Vereinsjubiläum, wo man mit Spielen der Senioren- und Jugendteams, der Gründungself sowie der offiziellen Feier am Samstagabend und dem darauffolgenden Familientag mit Soccerturnier und Live-Konzert sieben abwechslungsreiche Tage erlebte.

 

Das Jahr 2009 verlief für unsere Seniorenteams eher ernüchternd und man sicherte sich erst in sprichwörtlich letzter Sekunde den Klassenerhalt in der Kreisliga B. Unsere C-Jugend jedoch konnte sich den Kreismeistertitel in der Kreisklasse sichern und ist nach der D-Jugend in 2007 das zweite Meisterteam der JSG Schlangenbad. Nach dem traditionellen Lindenfest am zweiten Juli-Wochenende ging es im Herbst auf einen Ausflug in den Hessenpark zusammen mit dem Gemischten Chor Frohsinn.

 

Zehn Jahre nach dem Aufstieg in die A-Klasse hieß es 2010 erneut "Nie mehr Schokoladeklass", diesmal jedoch aufgrund des bitteren Abstiegs aus der B-Klasse. Bereits vier Spieltage vor Saisonende stand die SG als Absteiger fest. Seitdem spielt man um den direkten Wiederaufstieg im "Unterhaus" und eine baldige Rückkehr in die B-Klasse mit. Im selben Jahr vollzog sich bei unseren Jugendteams ein zukunftsweisender Wandel: Aus der JSG wurde der JFV Schlangenbad 2010 e.V. - der Juniorenförderverein. Dem Ziel einer noch besseren Jugendarbeit und der intensiven Vermittlung von Fußballwissen und dem Spaß am Spiel von kleinauf verschrieben, wächst die JFV und ihr Tätigkeitsfeld stetig weiter an.

 

Zwei Jahre sollte die unterste Klasse im Ligensystem die Heimat unserer Kicker sein. Nach dem knapp verpassten Aufstieg in 2011, folgte selbiger jedoch bereits im Jahr darauf als Vize-Meister der Kreisliga C. Auch in der "Schokoladeklass" Kreisliga B setzte man die Erfolgsstory fort und stand 2013 (Platz 5) wie auch 2014 (Platz 3) am Ende unter den Top 5 der Liga. Auch im dritten Jahr in der Kreisliga B zählte die SG Wambach/Bärstadt zum engeren Kreis der Aufstiegskandidaten - und belohnte sich schließlich auch dafür! Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte stieg die SG W/B 2015 als Meister nach exakt einer Dekade in die A-Liga auf. Ein halbes Jahr nach diesem historischen Erfolg wurde etwas noch historischeres beschlossen: Die SG Schlangenbad!

 

Am 01. Juli 2016 ist die neue Spielgemeinschaft des FC Bärstadt, FC Gladbach, Hausener SV und der SG Wambach offiziell an den Start gegangen. Durch den Klassenerhalt der SG Gladbach/Hausen in der Kreisoberliga wird die 1. Mannschaft der SGS dort und die 2. Mannschaft anstelle der SG W/B in der Kreisliga A aufspielen. Nach 25 Jahren schwarz-blauer Vereinsgeschichte endete eine Dekade zweier großer und "freundschaftlich rivalisierender" Spielgemeinschaften, die fortan gemeinsam auf Punktejagd gehen. All together - SGS!

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